Lokaljournalismus und Corona: Was Leser jetzt wissen wollen

Strukturierte Formate für das schnelle Info-Update, emotionale Porträts, Recherchen zum Muss-Thema Einkaufen und ein Kommentar mit klarer Haltung: Unter anderem diese Corona-Artikel wurden von den Lesern besonders intensiv genutzt.

Klar strukturiert: Die Redaktion Dresden der Sächsischen Zeitung beantwortet ihren Lesern die wichtigsten Fragen zum Stadtleben

In „Corona: So geht es jetzt in Dresden weiter“ (18.3., Plus-Artikel) fasst die Redaktion die maximal relevanten Fakten zusammen und strukturiert sie anhand von Fragen, die die Leser bewegen. Was muss ich in meiner Stadt jetzt beachten? — unter anderem zu Einkaufen, Nahverkehr, Gesundheitsversorgung, Verwaltung. Der Lesewert des Beitrags: 76,3 Prozent. Zum Vergleich: Von einem sehr gut gelesenen Beitrag sprechen wir bei Lesewerten ab 30 Prozent. Die meisten Artikel in Tageszeitungen erreichen unter 15 Prozent.

Berührend: Die Redaktion Kaiserslautern der Rheinpfalz fragt einen Infizierten

In „Um 23.57 Uhr kommt der Anruf“ erzählt ein Corona-Infizierter, wie es ihm geht. Nummer Eins im Blatt an diesem Tag mit 64 Prozent Lesewert. Ein Blick durchs Schlüsselloch mit hoher Relevanz für die Leser, da die Angst vor einer Corona-Ansteckung allgegenwärtig ist.

Mitten im Leben: Die Lokalredaktion Meißen der Sächsischen Zeitung war im Supermarkt

In „Bitte nur eine Packung“ (18.3., Plus) berichtet die Redaktion über Mengenbeschränkungen beim Einkaufen, ein Muss-Thema, das alle Leser betrifft, denn es geht um die Versorgung mit notwendigen Lebensmitteln und Alltagsutensilien, den Ärger über leere Regale und die Angst durch Hamsterkäufe. Das Beste: Der Beitrag zeigt eine konkrete Lösung auf — indem erklärt wird, wie schnell die Regale wieder gefüllt werden.

Klare Meinung: Die Rheinpfalz in Landau ordnet ein

Kommentare geben Lesern in Corona-Zeiten Orientierung in der Informationsflut und zeigen Leitlinien des Handelns auf. Dass das Bedürfnis danach groß ist, zeigt ein Kommentar der Rheinpfalz in Landau. Der polarisierende Beitrag über Menschen, die trotz Corona Innenstädte bevölkern, überschrieben mit „Biologische Waffen“ (17.3.), erreicht einen Lesewert von 53 Prozent.

“Worüber reden die Leute?”

Es gibt keinen, den Corona und die Folgen nicht betreffen und es gibt viele, die etwas zu sagen haben. Diese Menschen gehören in die Zeitung. Die Verkäuferin in Supermarkt. Die Eltern, die ihren Kindern Stundenpläne erstellen. Das Grüppchen Jugendliche, das sich im Park eine Flasche Bier teilt, der Familientherapeut, der Hotelier.

Und wie viel Prozent Corona-Berichterstattung verträgt eine Zeitung dieser Tage? Vielleicht nicht hundert Prozent. „Aber der Schwerpunkt liegt ganz klar darauf“, sagt Dietrich Nixdorf, Leiter der Dresdner Stadtredaktion bei der Sächsischen Zeitung. „Denn dort ist das Hauptleserinteresse, das sehen wir sowohl an den Lesewerten als auch an den Aufrufen der Online-Beiträge. Es ist eine einfache Frage, die sich jede Redaktion stellen muss: Worüber reden die Leute?“

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