Die Lesewert-Erkenntnisse 2019

Das vergangene Jahr hat uns mit Lesewert wieder wertvolle Erkenntnisse beschert. Die spannendsten davon teilen wir hier in unserem Blog mit Ihnen, damit Sie inspiriert und leserorientiert in das neue Jahr starten und inhaltlich neue Impulse setzen können.

Die Daten

Über 2.900 Leser unter anderem aus Waiblingen, Bielefeld, Dresden, Darmstadt, Osnabrück und Leer haben ihrer Tageszeitung in 2019 Feedback per Lesewert gegeben. Dabei haben sie mehr als 3.9 Millionen Scans gesetzt, in über 152.000 Artikeln und 28 lokalen Ausgaben. Die höchsten Lesewerte erreichten im vergangenen Jahr Essays. Hier lag der durchschnittliche Lesewert bei 28 %. Weniger beliebt waren bei den Lesern Ankündiger mit durchschnittlich 6.5 % Lesewert.

  • Mit Online First zur besseren Printausgabe

Verlage, die künftig auf Online First setzen wollen, sollten im Zuge der digitalen Transformation auch ihre Print-Ausgabe im Blick behalten. Wie das geht? Mit verlässlichen Lesewert-Daten.

Bei der Sächsischen Zeitung sind die Lokalteile Löbau und Zittau zum „Modell-Projekt Online First“ geworden. Lesewert hat die Zusammenlegung der Redaktionen mit Echtzeit-Messungen begleitet und die Reaktionen der Printleser überwacht. Das Ziel: eine digitale Transformation in der Oberlausitz, die nicht zulasten der treuen Printleser geht. Mit Erfolg: Nach der Umstellung wurde die Printausgabe noch besser gelesen als vorher.

  • Muss-Themen konsequent planen

Verkehr & Mobilität oder Gesundheit & Ärzteversorgung: Das sind sogenannte Muss-Themen. Sie betreffen ganz unmittelbar den Alltag der Leser und sollten deshalb in der Zeitung auf keinen Fall fehlen.

Das Darmstädter Echo arbeitet konsequent mit solchen Themen. Zum einen fungieren einzelne Redakteure als Themen-Paten und zum anderen werden entsprechende Kategorien im Planungstool Desknet hinterlegt, um die Themen optimal auf allen Seiten zu verteilen.

  • Der Wert eigener Geschichten

Eigene Geschichten sorgen für Exklusivität und Lokalkolorit. Mit ihnen profilieren sich Zeitungen als Experten für ihre Region. Der Name des eigenen Redakteurs am Artikel vermittelt Nähe und wirkt identitätsstiftend. 

Bei den Zeitungen der VRM dosieren die Redakteure im Mantel die Verwendung von Agenturtexten und setzen vor allem auf der Titelseite auf eigene, regionale Geschichten. Die Leser belohnen das mit hohen Lesewerten.

  • Ganz normale Menschen ins Blatt – und viele davon

Menschen lieben Geschichten von Menschen. Warum? Weil wir uns, wie einst in der griechischen Tragödie, am Schicksal der anderen aufrichten können. Weil es uns Mut macht, unser Mitgefühl weckt oder uns im besten Sinne des Wortes unterhält.

Die Redaktionen der Zeitungsgruppe Ostfriesland suchen aktiv nach diesen Geschichten und erzählen sie in sehr hoher Taktzahl. Sie erzählen von Kathrin, die fast die Hälfte ihres Gewichts abspeckt, oder von Dennis, der in einem umstrittenen Jugendprojekt Misshandlungen erlebt hat. So demonstriert die Zeitung ihre Lesernähe: Sie begleitet Menschen im Ostfriesland bei den großen und kleinen Herausforderungen ihres Lebens.

"Wir wurden festgehalten wie Tiere", Ostfriesen Zeitung, 16.10.2019 / Vor zwei Jahren hatte sie ihre 150 Kilo satt, Ostfriesen Zeitung, 28.9.2019

  • Kultur ist, wie wir zusammenleben 

Unsere Erfahrungen zeigen: Nicht wenige Leser legen eine lokale Kulturseite reflexartig beiseite. Warum? Weil auf solchen Seiten häufig Ankündiger oder Rezensionen platziert sind. Und die spielen für den Großteil der Leser (gerade im Lokalen) eine untergeordnete Rolle.

Die Neue Westfälische hat deshalb auf eine ausgewiesene lokale Kulturseite für Bielefeld verzichtet und stattdessen die Kultur-Artikel erfolgreich über den Lokalteil verteilt. Auch die Gütersloher Redaktion öffnet ihren Kulturbegriff und erlebt, dass der letzte HiFi-Laden der Stadt oder eine mutige Architektin die Leser mehr interessieren als die Rezension eines Theater-Gastspiels.

Diese Frau baut, wo sich sonst keiner traut, Neue Westfälische, 29.6.2019 / Hifi Corner schließt nach 36 Jahren, Neue Westfälische, 12.6.2019

  • Wenn wohnen richtig teuer wird

Die Immobilien- und Mietpreise haben kräftig angezogen. Das Angebot an Grundstücken und Wohnungen kann mit der Nachfrage nicht mehr Schritt halten. Ist das ein Thema für die Tageszeitung, für deren meist ältere Abonnenten die Suche nach einer neuen Wohnung sicher nicht ganz oben auf der Prioritätenliste steht?

Die Waiblinger Kreiszeitung hat eine Serie zum Thema Wohnen gestartet. Denn auch im Stuttgarter Umland ist die Lage auf dem Wohnungsmarkt angespannt. Und nicht nur junge Familien suchen händeringend. Auch ein älteres Ehepaar möchte aus dem Eigenheim in ein barrierefreies Zuhause ziehen – findet aber keins. Die Redaktion beleuchtet das Thema aus allen Blickwinkeln.

 

Mit Zwillingen auf Wohnungssuche, Waiblinger Kreiszeitung, 31.10.2019 / Raus aus dem Eigenheim, Waiblinger Kreiszeitung, 19.10.2019

 

Auch 2020 verspricht für uns und unsere Partner ein erkenntnisreiches Jahr zu werden. Wir freuen uns darauf weitere regionale Tageszeitungen, wie die Fuldaer Zeitung, bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Sie wollen noch intensiver vom Lesewert-Wissen profitieren? Dann schauen Sie sich gerne unsere Angebote aus dem Redaktionscoaching an.

 

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