Ausblick auf das Sport-Jahr 2019

2019 steht kein großes Fußball-Turnier an, aber mit der Handball-WM der Männer im eigenen Land, der Leichtathletik-WM in Katar und der Basketball-WM der Herren in China finden sich auch in diesem Jahr große Championate im Kalender. Was sollten Sport-Redaktionen beachten?

Der große Unterschied ...

Unbestritten werden die Handball-WM der Männer, die Leichtathletik-WM und die Basketball-WM der Herren emotionale Storys, Geschichten von Helden und vom Scheitern und politischen Diskussionsstoff bieten – und im Sport-Angebot von Regionalzeitungen eine wichtige Rolle spielen.

Wichtig für die Redaktionen ist, zu beachten, dass die genannten Sportarten bei Tageszeitungslesern deutlich weniger Interesse wecken als der Fußball. Obwohl Handball in Deutschland die dritt- und Basketball die vierthöchsten Zuschauerzahlen verzeichnet, ist der Unterschied zur deutschen Sportart Nummer eins im Lesewert signifikant. Mehr noch als beim Fußball wird es also hier darauf ankommen, statt der Ergebnisse und Wettbewerbe die Menschen und Geschichten in den Mittelpunkt zu stellen.

Aber natürlich gilt immer: Erfolg macht sexy. Sollte den deutschen Teams oder Athleten Außergewöhnliches gelingen, dann wird das Interesse steigen.

(©DOSB/Sportdeutschland)

... zum Fußball

Denn selbst König Fußball ist auf den Sport-Seiten kein Selbstläufer. Wir haben mehrere Zeitungen während der Fußball-WM in Russland im Sommer 2018 begleitet. Aus dem Leser-Feedback lassen sich drei Empfehlungen für das nächste Top-Turnier in der liebsten Sportart der Deutschen ableiten:

1. Umfänge nicht erhöhen

Sportliche Großereignisse gehen nicht automatisch mit mehr Lesezeit einher. Dass die Zeitungen das Angebot an Artikeln nur minimal erhöhten, war die richtige Entscheidung. Denn die Leser verteilen ihre Zeit sehr gleichmäßig auf das Angebot, das da ist – selbst, wenn es sich während einer WM auf mehr Seiten verteilt.
Wo sonst starke regionale Sport-Vereine die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, richtet sich der Blick auf die deutsche Nationalmannschaft. Die WM füllt die Bundesliga-Lücke.

2. Geschichten und Analysen anbieten

Ja, die Zeitung sollte die wichtigsten Statistiken liefern. Die Leser erwarten jedoch keine Chronik, die jeder Partie einen Spielbericht widmet. Die Geschichten und Analysen rund um die deutsche Nationalmannschaft machten mancherorts die 50 bestgelesenen Sport-Artikel während der vier WM-Wochen aus. Danach folgten personalisierte Stücke über andere Teams oder auffällige Figuren wie Diego Maradona.

3. Kolumnen ja, aber ...

Bunte, atmosphärische Turnier-Kolumnen erreichen ein breites Publikum, wenn sie sich polarisierenden Themen widmen oder wenn eine überraschende und klare Meinung zum Ausdruck kommt, z. B. von prominenten Gastautoren wie Uli Stein oder Marcel Reif. Meinungsfreudig sollte sich die Redaktion auch mit dem TV-Geschehen befassen, das rund um eine viel beachtete Fußball-WM ja die ganze Republik beschäftigt.

Unter anderem mit prominenten Gast-Kommentatoren ("Wenn die deutsche Bank ...", Neue Westfälische, 26.6.18), kritischen Analysen ("Eine Mannschaft als PR-Objekt", Stuttgarter Nachrichten, 29.6.18) und dem Schwerpunkt Medien ("Die Abrechnung der Altmeister", Stuttgarter Zeitung, 29.6.18) begleiteten Regionalzeitungen erfolgreich die Fußball-WM 2018.

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